ledig

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le|dig ['le:dɪç] <Adj.>:
nicht verheiratet:
ein lediger junger Mann; ledig bleiben; Familienstand: ledig.
Syn.: allein, allein lebend, alleinerziehend, alleinstehend, geschieden, solo (ugs.).

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le|dig 〈Adj.〉
2. 〈regional〉 leer
● \lediges Gestein taubes G.; \ledig bleiben, \ledig sein; aller Verpflichtungen, Sorgen (los und) \ledig sein 〈geh.〉 frei, befreit davon sein [<mhd. ledic, vermutlich Grundbedeutung „gelenkig, geschmeidig, unbehindert“ u. verw. mit Glied]

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le|dig <Adj.> [mhd. ledic, wahrsch. verw. mit Glied u. eigtl. = gelenkig (vgl. schwed. ledig = geschmeidig)]:
1. nicht verheiratet (und nicht geschieden) (Abk.: led.):
ein -er junger Mann;
eine ledige Mutter;
sie ist noch l., will l. bleiben.
2.
einer Sache, jmds. l. sein (geh.; frei von etw. [bes. von Verantwortung o. Ä.], jmdm. sein).

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Ledig,
 
Gert, Schriftsteller, * Leipzig 4. 11. 1921, ✝ Landsberg am Lech 1. 6. 1999; realistischer Erzähler zeit- und gesellschaftskritischer Themen, der v. a. durch den Roman »Die Stalinorgel« (1955) bekannt wurde; auch Dramen und Hörspiele.
 
Weitere Werke: Romane: Faustrecht (1957); Vergeltung (1956).

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le|dig <Adj.> [mhd. ledic, wahrsch. verw. mit ↑Glied u. eigtl. = gelenkig (vgl. schwed. ledig = geschmeidig)]: 1. nicht verheiratet (und nicht geschieden): ein -er junger Mann; ein -er Vater; eine -e Mutter; ein -es (landsch., sonst veraltend; nicht eheliches) Kind; Stolz verkünden -e Eltern die Geburt in der Zeitung (Spiegel 19, 1981, 94); sie ist noch l., will l. bleiben. 2. (landsch.) leer, frei: ein -er Acker; -es (Bergmannsspr.; keine Mineralien enthaltendes) Gestein; -e Schicht (Bergmannsspr.; Zeit, die ein Bergmann neben der üblichen Schicht im Bergwerk arbeitet; Überstunden); ein -es Schiff (Seemannsspr.; ein Schiff ohne Fracht); Sein Gepäck war noch im Hafen. So fühlte er sich l. (Frisch, Gantenbein 393); Niemand saß auf dem Sarg. Ledig schwankte er unter den Ulmen (Grass, Blechtrommel 197); ein Pferd l. (landsch.; ohne Reiter) gehen lassen; *einer Sache, (selten:) jmds. l. sein (geh.; frei von etw. [bes. von Verantwortung o. Ä.], jmdm. sein); jmdn. einer Sache l. sprechen (geh.; jmdn. [von Schuld o. Ä.] lossprechen): Sie wollten ... ihrer eigenen ehrenhaften Vergangenheit l. gesprochen werden (Spiegel 52, 1965, 6); ∙ 3. frei (2 c): gib die Gefangenen l. (Schiller, Jungfrau V, 9); Lasst sie l.! (Schiller, Kabale II, 7).

Universal-Lexikon. 2012.

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  • Ledig — Lédig, adj. et adv. welches seiner Natur nach, die erste Bedeutung ausgenommen, nicht leicht eine Comparation verstattet. 1. Bey den Jägern bedeutet es so viel als schlaff. Das Hängeseil wird daselbst ledig, wenn es schlaff wird, zu lang herunter …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Ledig — bezeichnet: als Adjektiv eine noch nie verheiratete Person, siehe Familienstand in der Heraldik einen leeren Schild, siehe Ledigenschild Ledig ist Namensbestandteil folgender Personen: Gert Ledig (1921–1999), deutscher Schriftsteller Heinrich… …   Deutsch Wikipedia

  • ledig — ledig: Das germ. Adjektiv (mhd. ledic, niederl. ledig, leeg, schwed. ledig) ist wahrscheinlich von dem unter ↑ Glied behandelten gemeingerm. Substantiv *liđu »Gelenk, Glied« abgeleitet und bedeutet demnach eigentlich »gelenkig«. Aus der Bedeutung …   Das Herkunftswörterbuch

  • ledig — Adj std. (12. Jh.), mhd. ledec, ledic frei, ungehindert , mndd. led(d)ich, mndl. ledich, ledech müßig, unbeschäftigt Stammwort. Dazu anord. liđugr frei, ungehemmt; gelenkig . Herkunft nicht ausreichend klar: In der Bedeutung gelenkig zu Glied, in …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

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  • ledig — Wie ist Ihr Familienstand? – Ledig …   Deutsch-Test für Zuwanderer

  • Ledig — Ledig, 1) so v.w. Los; 2) so v.w. nicht verheirathet; bes. der, welcher nicht verheirathet ist, aber außereheliche Kinder hat; 3) das Hängeseil, wenn es schlaff herunter hängt; 4) nicht versehen mit etwas; daher Ledige Bergart, Bergart, welche… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Ledig — 1. Einmal ledig und los gefunden mag dess geniessen. – Graf, 479, 659. Wer einmal richtet, der ist auf immer gerichtet. In Bremen: Ledich vnde loss ens gefunden mach dess geneten. (Oelrichs, 217.) 2. Ledig gehen kostet viel Lehrgeld. – Körte,… …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon

  • ledig — le̲·dig Adj; nicht adv; 1 nicht verheiratet: Ist sie ledig, verheiratet oder geschieden? 2 etwas (Gen) ledig sein geschr; von etwas (meist Unangenehmem) befreit sein <seiner Pflichten, seiner Sorgen, seiner Verantwortung ledig sein> …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

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